Was ist PaC?

PaC - Prävention als Chance ist ein evaluiertes Programm zur Gewaltprävention und zum sozialen Lernen für eine ganze Kommune. Nach der Modellphase (2004-2009) wird PaC schrittweise in ganz Niedersachsen umgesetzt.

Aufgrund der engen Verknüpfung von wissenschaftlicher Arbeit auf der einen Seite und Erkenntnissen der praktischen Umsetzung in den Kommunen auf der anderen, wurde PaC in die "Grüne Liste Prävention" beim Landespräventionsrat Niedersachsen aufgenommen und bekam im Jahr 2007 den Deutschen Förderpreis Kriminalprävention.

Wer steckt hinter PaC?

Programmträger sind das Landeskriminalamt Niedersachsen und der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover (GUVH) / Landesunfallkasse Nieder-sachsen (LUKN). Es  besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Kultusministerium.

Warum braucht eine Kommune PaC?

Im Rahmen von Gewaltprävention werden viele Maßnahmen und Projekte angeboten bzw. durchgeführt, von denen nicht alle wirksam sind. Häufig handelt es sich um unvernetzte Einzelmaßnahmen, die nur sporadisch und nicht zielgerichtet durchgeführt werden. Dies ist wenig effektiv, keinesfalls nachhaltig und führt häufig zur Resignation. Das PaC-Programm erarbeitet mit allen Beteiligten einer Kommune eine nachhaltige und ganzheitliche Prävention.

Welche Ziele hat PaC?

PaC - Prävention als Chance hat sich als Aufgabe gesetzt, Kommunen und ihre Bildungseinrichtungen in ihrer sehr bedeutenden und schwierigen Präventionsarbeit zu unterstützen. Hierzu bietet  PaC einen fachlich qualifizierten Rahmen, um mit den Akteuren gemeinsam eine nachhaltige, ganzheitliche und insbesondere vernetzte Prävention einer ganzen Kommune aufzubauen.

Damit sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Förderung und Stärkung sozialer Kompetenzen
  • Verbesserung des Gruppen-, Klassen- und Schulklimas
  • Reduzierung von Gewalt und anderen Regelverletzungen
  • Reduzierung von Verletzungen und Sachschäden
  • Nachhaltige Verankerung

Wie will PaC diese Ziele erreichen?

  • Durch Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit
    PaC ist ein Programm, welches auf Dauer ausgelegt ist. Bei diesem Programm handelt es sich um ein sogenanntes Mehrebenen-Programm. Es entspricht damit nachgewiesenermaßen den Kriterien für eine wirkungsvolle und nachhaltige Prävention.
    Mehrebenen-Programm bedeutet, dass PaC mithilfe mehrerer Bausteine möglichst alle an der Sozialisation und Erziehung von Kindern und Jugendlichen beteiligten Institutionen und Bevölkerungsgruppen einbezieht (u.a. Kindertagesstätte, Grundschulen, weiterführende Schulen), um eine größtmögliche und nachhaltige Wirkung zu erzielen.
    Dabei ist es von großer Bedeutung, wirksame und nachhaltige (evaluierte) Projekte zu nutzen. Hierfür verfolgt und wertet PaC regelmäßig die aktuellen Entwicklungen auf dem mittlerweile großen Präventionsmarkt aus, um dann ggf. das PaC-Bausteinangebot entsprechend anzupassen.
    Eine solche Arbeit ist kaum von einer Kommune oder einer Schule/Kindertagesstätte alleine zu leisten. (Mehr)
  • PaC will Menschen stark machen
    Die Bausteine mit denen PaC arbeitet, beziehen sich nicht ausschließlich auf die Kinder. PaC ist davon überzeugt, dass über die Kinder hinaus auch die Eltern, ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen und LehrerInnen gestärkt werden können. Starke Kinder brauchen starke Erwachsene.

Unsere Bausteine unterscheiden wir in universelle und selektive Maßnahmen:
Universelle Maßnahmen richten sich dabei an alle. Dies hat den Vorteil, dass Stärken und soziale Fähigkeiten ohne Fokus auf Problemlagen Einzelner in der Gruppe gefördert werden können.
Darüber hinaus werden spezielle Hilfeangebote für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf angeboten (selektive Maßnahmen).

Warum braucht PaC Netzwerke?
Wenn Prävention auf einer gemeinsamen Basis in einer Kommune durchgeführt wird, ergeben sich automatisch Synergieeffekte:

  • Maßnahmen werden abgestimmt und aufeinander aufbauend durchgeführt
  • Erfahrungsaustausch wird gefördert
  • Vorhandene Gelder können effektiver eingesetzt werden
  • Jede PaC-Kommune richtet eine zentrale Steuerungsgruppe ein, die aus VertreterInnen der Bildungseinrichtungen und der Kommune besteht und der ein PaC-ManagerIn vorsteht.
    - Bedarfe der Bildungseinrichtungen werden zentral erfasst
    - Fortbildungsmaßnahmen werden auf Grundlage vorhandener Haushaltsmittel durchgeführt