Die Modellphase mit drei Standorten

Grafik der PaC Kommunen in NiedersachsenDie Häufigkeit und insbesondere die zunehmende Intensität von Gewalt unter Kindern und Jugendlichen führte im Jahr 2003 dazu, dass der Gemeinde-Unfallversicherungsverband (GUV) Hannover und das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen eine Projektpartnerschaft zur Entwicklung eines primärpräventiven Gewaltpräventionsprogramms schlossen.

Aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, insbesondere den Erkenntnissen des Sherman-Reports und den Empfehlungen des Düsseldorfer Gutachtens folgend, sollte dieses Programm berücksichtigen, dass „Kriminalprävention entscheidend vom Zusammenwirken präventiver Maßnahmen in den folgenden sieben institutionellen Bereichen (‘settings’) auf lokaler Ebene abhängt: Gemeinden, Familien, Schulen, Arbeitsmärkten, Plätzen, Polizei und Strafjustiz.“[1]  Der Empfehlung von Sherman, zur effektiven Reduktion von Gewalt und Gewaltbereitschaft jeweils Programme zu implementieren, die die Intervention in mehreren dieser Settings sicherstellen, folgten die Programmträger von PaC – Prävention als Chance umfassend.

Von 2004 bis 2006 wurde PaC – Prävention als Chance an drei Modellstandorten implementiert und von den Programmträgern jeweils über mindestens zwei Jahre begleitet und evaluiert.

Mit Hannover Südost, den Stadtteilen Kronsberg und Bemerode, konnte zunächst ein großstädtischer PaC-Standort gewonnen werden, es folgten die Kleinstadt Buxtehude sowie das eher ländlich strukturierte Bramsche und die Samtgemeinde Bersenbrück.

[1] Gutsche, Günter / Sommerfeld, Michael (2002): „Preventing Crime: What works, what doesn't. what's promising – Zusammenfassung des so genannten Sherman-Reports“. In: Landeshauptstadt Düsseldorf: „Düsseldorfer Gutachten: Empirisch gesicherte Erkenntnisse über kriminalpräventive Wirkungen“. 
URL:
http://www.duesseldorf.de/download/dg.pdf (Stand: 02.12.2010)